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Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Pressemitteilung anlässlich " 50 Jahre Feuernacht"

Kategorie: Bezirk Burggrafenamt/Passeier, Pressemitteilungen

Von: Bezirk Burggrafenamt/Passeier
Sonntag, 12. Juni 2011

MERAN - Die Bezirksleitung des Schützenbezirkes Burggrafenamt- Passeier nimmt die Gedenkfeier „50 Jahre Feuernacht“ zum Anlass, um festzustellen, dass die Südtirolfrage auch in der heutigen Zeit noch nicht einer gerechten Lösung zugeführt worden ist.

Die Südtiroler Autonomie hat in den vergangenen Jahrzehnten den Bürgern aller drei Sprachgruppen ein Leben in Frieden und Wohlstand ermöglicht und dieser Zustand ist nicht nur dem Einsatz und der Zielstrebigkeit der politischen Volksvertretung zu verdanken, sondern auch allen Südtiroler Frauen und Männern, die in den späten 50-iger Jahren vor allem in der Feuernacht vom 11. auf den 12. Juni des Jahres 1961 durch ihre Aktionen die Weltöffentlichkeit auf das Südtirolproblem aufmerksam gemacht und Italien politisch zu einem autonomiefreundlichen Kurs gezwungen haben. Umso beschämender sind laut Bezirksleitung der Schützen in diesem Zusammenhang die Aussagen zeitgenössischer Historiker und Politiker, welche die Aktivisten der Feuernacht als gewalttätige Terroristen hinstellen, die mit ihren Anschlägen auf Hochspannungsmasten nichts zur Verbesserung der damaligen politischen Situation beigetragen hätten.

Die Bezirksleitung des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier teilt auch nicht die Einschätzung des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer anlässlich des Südtirolbesuchs in Brixen vom 10. Juni 2011, wonach der Ausbau der Südtirolautonomie der einzig politisch  gangbare Weg und die Selbstbestimmung daher nicht anzuwenden sei.

Bei aller Sympathie, die der Herr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer seinem italienischen Amtskollegen Giorgio Napolitano und dem „befreundeten“ Staat Italien entgegenzubringen scheint, darf – in Blickrichtung Zukunft -  nicht außer Acht gelassen werden, dass der italienische Staat sich wirtschaftlich und moralisch auf einen Staatsbankrott hinbewegt. Die wachsende politische Einflussnahme durch das organisierte Verbrechen, die zunehmende steuerliche Belastung der Bürger,  die immer häufigere Verabschiedung nicht durchführbarer Gesetze (z.B. Müllentsorgung, Abwicklung öffentlicher Bauaufträge, ...) bilden keine Garantien für den Fortbestand der Südtirolautonomie.

Die Bezirksleitung des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier fordert daher die politischen Volksvertreter aller im Landtag vertretenen Parteien auf, für Südtirol ein neues politisches Ziel zu definieren, das die Unabhängigkeit vom italienischen Staat und gleichzeitig den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortbestand  aller drei Sprachgruppen in ihrer Heimat  Südtirol beinhalten müssen. Dieses politische Ziel heißt: Freistaat Südtirol – stato libero del Sudtirolo.

 

Stefan Gutweniger

Presserefernt Bezirk Burggrafenamt-Passeier

Aufkleber des Bezirkes Burggrafenamt/Passeier zum Thema Freistaat
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