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Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Podiumsdiskussion "50 Jahre Feuernacht - Gedenken und Weiterdenken"

Kategorie: Bezirk Burggrafenamt/Passeier

Von: Bezirk Burggrafenamt/Passeier
Donnerstag, 01. Dezember 2011

BM a.D. Christoph Gufler beim Impulsreferat
Hauptmann Andreas Leiter - Reber, ...
der ehemalige Justizminister Harald Ofner und ...
Bundeskulturreferent Major Günther Morat bei ihren Ausführungen.

LANA - Am Mittwoch, den 30. November 2011 veranstaltete die Schützenkompanie Franz Höfler“ Lana im Raiffeisenhaus Lana die Podiumsdiskussion „50 Jahre Feuernacht – Gedenken und Weiterdenken“, wobei dieses Bildungsangebot von über 250 Besuchern begeistert angenommen wurde. Einleitend  erklärte der vormalige Bürgermeister von Lana, Christoph Gufler, die Zeitgeschichte Südtirols vom Habsburgerreich bis zum Paketabschluss anhand eines Bilderreferats. Die hervorragende Moderation von Alfred E. Mair erlaubte eine faire und aufschlussreiche, aber vor allem zukunftsweisende Diskussion.

Nachdem man die Wirksamkeit der Feuernacht auf die Verhandlungen zur Autonomie erörtert hatte, ging man zu den Zukunftsmodellen über. Vor allem die Aussagen des ehemaligen österreichischen Bundesministers der Justiz, Harald Ofner, dass das Recht auf Ausübung der Selbstbestimmung nicht mehr mit Hochverrat geahndet werden darf, sondern ein selbstverständliches Recht in einem geeinten Europa ist, war die impulsgebende Aussage der ganzen Diskussion. Ebenso gewann die Idee eines Freistaates im Sinne einer eigenständigen Republik mit einer engen Anbindung an ein europäisches Nachbarland auch zur Rentensicherung große Zustimmung.

Das Thema der Vollautonomie verteidigte der Rentenfachmann und SVP-Funktionär Helmut Renzler, vor allem die Feststellung, dass Italiens Rentensystem auch in 30-40 Jahren auf sicherem Podest steht. Was sich dabei die vor allem jungen Besucher der Podiumsdiskussion vorstellen konnten, wurde aber nicht weiter vertieft.

Bundeskulturreferent Günther Morat sieht die Wirtschaftskrise als Herausforderung, endlich die teritorielle Eigenständigkeit und Unabhängigkeit mit allen nötigen Kompetenzen zu erreichen.

Übereinstimmend mit dem Wirtschaftsvertreter und Landtagsabgeordneten Roland Tinkhauser benötigt Südtirol auch kein eigenständiges  Heer, hat hingegen bei allen nötigen Wirtschaftsindikatoren die nötige Kompetenz und Kraft zur Eigenverwaltung und hat in der Vergangenheit bewiesen, dass unser Land dies besser kann als der Staat.

Der Vertreter des Schützenbezirks Burggrafenamt-Passeier, Hauptmann Andreas Leiter Reber, ist auch überzeugt, dass es höchste Zeit ist, gemeinsam mit allen drei Sprachgruppen die Unabhängigkeit vom maroden Staat Italien umzusetzen.

Verschiedene Teilnehmer aus dem Publikum äußerten sich sehr kritisch über das Verhalten des Staates gegenüber den Minderheiten von 1919 bis heute. Mit Europa hätte dieses Verhalten wenig zu tun, man zertifizierte Italien eine gewisse europäische Unreife ausgehend auch von den Folterexzessen in den sechziger Jahren bis zu Genua 2001.

Auf die Feststellung eines Zuhörers, dass sich Italien nie für sein Verhalten entschuldigt hätte, entschuldigte sich Landeshauptmannstellvertreter Christian Tommasini, unterstrich aber, dass er nicht den Staat vertreten könnte und diese Aufgabe somit nur teilweise erfüllen kann. Er kann sich aber ohne weiteres vorstellen, die komplette Selbstverwaltung Südtirols gemeinsam zu erörtern und vor allem auch die Frage der österreichischen Staatsbürgerschaft für alle Südtiroler, egal welcher Sprachgruppe, zu unterstützen.

Aufheiterung gelang ihm durch die Aussage, dass er in der Republik Südtirol als Landeshauptmannstellvertreter sozusagen unser neuer Außenminister sein würde.

Frau Brigitte Foppa kritisierte ebenso die Situation Italiens vor allem auch unter den Berlusconiregierungen und sieht die Zukunft beim Verbleib Italiens, jedoch mit weniger starken Nationalstaaten und einem starken Europa.

Pünktlich beendete der Moderator Alfred E.Mair die Veranstaltung um 22.30 Uhr und entließ die Gäste mit einem puschtrischen „Guite Nocht“ zur Zufriedenheit und Begeisterung aller Anwesenden.


Noch einige Impressionen:

Die Diskussionsteilnehmer Brigitte Foppa, Landeshauptmannstellvertreter Christian Tomasini und der ehemalige Justizminister Harald Ofner auf der einen Seite....
und Hauptmann Andreas Leiter - Reber, Major Günther Morat, Helmut Renzler und Roland Tinkhauser.
Aufmerksam lauschten die Anwesenden den interessanten Ausführungen der Diskussionsrunde
Auch Wortmeldungen aus dem Publikum fehlten nicht
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