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Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Franz Höfler Gedenkfeier

Kategorie: Bezirk Burggrafenamt/Passeier

Von: Bezirk Burggrafenamt/Passeier
Montag, 21. November 2011

Die Schützenkompanie "Franz Höfler" Lana, angeführt von Oberleutnant Andreas Pixner

 

LANA - Rund 400 Schützen gedachten am Sonntag, den 20. November 2011 des 50. Todestags von Franz Höfler in Lana. Dazu geladen hatte die Schützenkompanie „Franz Höfler“ Lana, deren erster Oberjäger nach der Wiedergründung (1958) Franz Höfler war. Franz Höfler verstarb in der Nacht auf den 23. November 1961 in italienischer Untersuchungshaft aufgrund der erlittenen Folterungen. Schützen aus dem ganzen Land, eine Abordnung aus Aschau in Bayern sowie zahlreiche Zivilpersonen nahmen an der Feier teil.

 

Major Eduard Graber führte die Ehrengäste an
Die Bürgerkapelle Lana umrahmte die Gedenkfeier
Auch eine Abordnung aus Aschau in Bayern war dabei
Es folgten ein Block mit Abordnungen der verschiedenen Bezirke...
...und der große Bezirksblock des Burggrafenamtes und Passeier

Nach dem Einmarsch mit anschließender Heiliger Messe in der Pfarrkirche beteten die Versammelten am Grab des Freiheitskämpfers mit Dekan Pater Peter Lantschner. Am Hang oberhalb des Friedhofs prangte in großen Lettern das Wort "FREIHEIT", worüber die Teilnehmer sichtlich erfreut waren.

In großen Lettern prangte das Wort "FREIHEIT" am Hang oberhalb des Friedhofs
Ehrenmajor Dr. Bruno Hosp
Fam. Höfler

 

Dann ergriff Ehrenmajor Dr. Bruno Hosp, Landesrat a.D. das Wort. Zuerst hielt er einen geschichtlichen Rückblick auf die Zeit der Folterungen in den 1960er Jahren.

"Männer wie Franz Höfler haben Maßstäbe gesetzt, die als geistiger Hintergrund auch für uns gültig sein sollten", meinte Hosp in seiner Gedenkrede. "Noch kein offizieller Vertreter des Staates hat sich bis heute bei den Opfern der grausamen Folterungen oder ihren Angehörigen entschuldigt", beanstandete er.

Hosp forderte, endlich einen Schlussstrich unter die 60er Jahre zu ziehen und beispielsweise die noch lebenden "Pusterer Buabm" nach so vielen Jahrzehnten zu begnadigen.

Abschließend bat er die Anwesenden, zusammenzuhalten, um eine größere Eigenständigkeit Südtirols zu erreichen, und kam dabei auf die Worte des Freiheitskämpfers Jörg Pircher-Hofmann zurück, der einst sagte: "Mander, lasst’s enk net auseinanderdividieren!"

 

Das Brass-Quintett des Musikvereins Lana umrahmte die Gedenkfeier in würdiger Weise.

 

Nach dem Abschießen einer Ehrensalve durch die Lananer Kompanie und das Spielen der Weise vom "Guten Kameraden" klang die Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung und der Tiroler Landeshymne aus.

Das Grab der Fam. Höfler
Die SK Lana beim Präsentiert nach der Ehrensalve für Franz Höfler
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