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Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Jungschützen besichtigen die Brunnenburg

Kategorie: Bezirk Burggrafenamt/Passeier, Jugend

Von: Bezirk Burggrafenamt/Passeier
Sonntag, 16. Oktober 2011

Aufmerksam lauschten die Jungschützen den Erzählungen
Anschließend ließen sich Alle das leckere Essn schmecken

DORF TIROL - Am Samstag 8. Oktober fand der Herbstausflug der Jungschützen und Jungmarketenderinnen und der Jungschützenbetreuer/innen des Bezirkes Burggrafenamt gemeinsam mit den Jungschützen des Bezirkes Bozen statt.

Heuer ging es zur Brunnenburg, die vermutlich um 1250 erbaut wurde. Um 1900 wurde die inzwischen zu einer Ruine verfallene Burg von einem deutschen Industriellen in einem romantischen Stil wiederaufgebaut. Im Jahr 1955 erwarb Boris de Rachewiltz, ein Archäologe und Schwiegersohn des bekannten amerikanischen Dichters Ezra Pound die Brunnenburg. Der Dichter selbst verweilte seit 1958 auf dem Schloss, wo er an seinen berühmten "Cantos" weiterarbeitete.

Heute ist die Burg nicht nur Wohnsitz der Familie de Rachewiltz, sondern beherbergt auch das „Ezra Pound Literaturzentrum“. Es wird von Studenten aus aller Welt besucht, um die Arbeiten des Dichters zu studieren.

Burgherr Siegfried de Rachewiltz, der auch Direktor des Landesmuseums Schloss Tirol ist, hat hier bereits 1974 ein Landwirtschaftsmuseum eröffnet und im Laufe der Jahre eine stattliche Sammlung alter landwirtschaftlicher Gerätschaften aufgebaut.

Die Arbeit und Lebensweise der Tiroler Bergbauern, wie sie über Jahrhunderte mehr oder weniger bis ins 20. Jahrhundert gleich blieb, wird sehr gut veranschaulicht dargestellt. So konnten sich die Jungschützen und Jungmarketenderinnen ein Bild vom Arbeiten auf den Feldern, in der Küche am Hof, in einer Mühle oder in einer Schmiede machen. Interessant sind vor allem die verschiedenstartigen Geräte, die dazu benutzt wurden und heute beinahe in Vergessenheit geraten sind.

Ein Höhepunkt für die Kinder war sicherlich die Möglichkeit die verschiedenen gefährdeten Haustierrassen, die auf der Brunnenburg gehalten werden, zu besichtigen und vor allem auch zu berühren. Da gibt es z.B. die Mangalitza-Schweine, Zackel-Schafe, Villnösser Brillenschafe, Pfauenziegen, Tiroler „blobe Goas“, seltene Hühner, Enten und Gänse.

Anschließend an die Besichtigung ermöglichte Burgherr und Schützenkamerad Siegfried de Rachewiltz, dass sich die 60 Teilnehmer am Herbstausflug zu einem gemütlichen Beisammensein und zum besseren Kennenlernen im Burghof, mit Grillen und Törggelen, einfinden konnten.

Gruppenbild vor der Brunnenburg
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