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Schützen

Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Schützenkompanie St. Gertraud

Die Schützenkompanie St. Gertraud wurde 1980 unter Bezirksmajor Jörg Pircher gegründet und umfasste 23 Schützen und zwei Marketenderinnen. Die Fahne wurde während der Wirren beider Weltkriege und in der Zeit der 1960er Jahre versteckt gehalten und galt als verschollen. Als sie Ende der 1970er Jahre wieder auftauchte, gab sie einer Gruppe um Alfred Kainz als treibender Kraft zusätzlichen Ansporn, wieder die Schützenkompanie St. Gertraud zu gründen. Erster Hauptmann war Sebastian Schwienbacher, welcher der Kompanie bis 1992 vorstand.

Die Jungschützentätigkeit wurde in den 1980er Jahren zunehmend verstärkt. Der Höhepunkt in diesem Jahrzehnt stellten sicherlich die Veranstaltungen zur 175-Jahrfeier der Tiroler Freiheitskämpfe dar: Schützen der Kompanie St. Gertraud beteiligten sich am Andreas-Hofer-Volksschauspiel in Algund und eine große Abordnung am Festumzug in Innsbruck.

Neben den alljährlich wiederkehrenden traditionellen Ausrückungen auf Orts- und Landesebene pflegte die Kompanie in den 1990er Jahren zunehmend die Teilnahme an Schießveranstaltungen - ganz besonders der Jungschützen.

Beim Protestmarsch der Schützen gegen die Restaurierung des "Siegesdenkmales" 1991 und der Franz-Innerhofer-Gedenkfeier mit anschließendem Schweigemarsch zum "Siegesdenkmal" 1996 waren die Gertrauder Schützen ebenso dabei wie bei der 200-Jahr-Feier anlässlich der Herz-Jesu-Gelöbniserneuerung 1996. Die beiden Primizen in St. Gertraud - 1994 und 1999 - wurden von der Schützenkompanie würdig mitgestaltet; zu diesen feierlichen Anlässen wurde jeweils ein Böllerschießen organisiert.

In dieser Zeit machte sich die Kompanie daran, mit der Restaurierung von Wegkreuzen und -kapellen zu beginnen. So wurden bis 2007 drei Wegkreuze neu errichtet und der Christuskorpus jeweils restauriert, eine Totenrast (ein Wegkreuz ohne Christuskorpus) neu geschaffen und zwei Wegkapellen restauriert. Ein weiteres Wegkreuz wurde bereits in den 1980er Jahren erneuert.

Seit Ende der 1980er Jahre trifft es die Schützenkompanie St. Gertraud im 3-Jahres-Rhythmus, die mittlerweile traditionelle Familienwallfahrt mitzuorganisieren. Den Schützen obliegt dabei die Verpflegung der Wallfahrer.

Als interne Veranstaltungen können folgende genannt werden: das jährliche Entzünden des Herz-Jesu-Feuers; Veranstaltungen von Familienfesten, Schützenbälle, Preiswatten. Außerdem waren Mitglieder der Schützenkompanie St. Gertraud bei verschiedenen Katastrophenfällen immer wieder im freiwilligen Einsatz.

Kontakt

Hauptmann Stefan Schwarz
Innerdorf 269 D
39016 St. Walburg in Ulten
undefinedstefan(at)lignumhaus.com

Oberleutnant Ingomar Kainz
Wiesenheim 50
39016 St. Gertraud in Ulten