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Schützen

Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Schützenkompanie Riffian

Am 11. September 1977 fand beim Café Unterweger in Riffian unter Anwesenheit von 30 Männern und 6 Frauen und unter der Leitung des Bezirksmajors Jörg Pircher die Wiedergründung der Schützenkompanie Riffian statt. Besonders muss hervorgehoben werden, dass Riffian eine der ersten Kompanien im Land war, die die Marketenderinnen als aktive und wahlberechtigte Mitglieder in die Kompanie aufnahmen. Erster Hauptmann wurde Bernhard Prünster und Oberleutnant wurde Josef Erb; ihnen ist es hauptsächlich zu verdanken, dass in Riffian wieder eine Schützenkompanie aufgebaut wurde.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten (Geldmangel, Anschaffung der Trachten, Fahnenerneuerung und Skepsis bei der Bevölkerung) war es dann am 5. Mai 1978 soweit: das Gründungsfest konnte abgehalten werden. Das Fest war ein voller Erfolg. Durch die Einnahmen konnten alle bis dahin aufgetretenen finanziellen Schwierigkeiten behoben werden. Es war eine Genugtuung für die Kompanie, die vielen Schützenkameraden aus nah und fern und die staunende Dorfbevölkerung zu sehen.

Nach langen Jahren marschierten nun wieder Schützen beim Fronleichnamsfest, Herz-Jesu-Sonntag und dörflichen Begebenheiten (Herbstfest usw.) mit. In den folgenden Jahren rückte die Kompanie viel aus (Gründungen, Herbstfest Meran, Alpenregionsfeste und 175-Jahr-Feier in Innsbruck, Bezirks- und Landesschießen sowie Begräbnisse). Die Kompaniefahne, die Josef Erb - Rössl in Verwahrung hatte, konnte durch die Spende von Oberschützenmeister Hans Prünster wieder restauriert werden. Nach 10 Jahren legte Bernhard Prünster sein Amt als Hauptmann nieder; ihm folgte Franz Gruber. Nach etlichen Jahren übernahm Oswald Unterthurner das Amt des Hauptmannes, der dieses bis Anfang 2008 inne hatte. Durch Mühe und selbstlosen Einsatz ist es ihm gelungen, die durch Austritte und Todesfälle geschwächte Kompanie wieder zu stärken und neue Mitglieder (Jungschützen) anzuwerben.

Auf Dorfebene wurden 7 Wetterkreuze aufgestellt, etliche Wegkreuze erneuert und drei Kapellen, die Johannes-, die Heilig-Kreuz- und die alte Wallfahrtskapelle an der Lahn, wurden renoviert. An der Restaurierung der großen Kirchenfahne waren die Riffianer Schützen maßgeblich beteiligt. Die Schützenkompanie wird also in Riffian wieder als Kulturverein und als wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft angesehen und geachtet. Da die Zukunft der Kompanie der Jugend gehört, wird in Riffian viel Wert auf die Arbeit mit den Jungschützen gelegt. Durch die guten Resultate bei zahlreichen Schießveranstaltungen wird der Wunsch nach einem eigenen Schießstand im Dorf immer größer.

Kontakt

Hauptmann Reinhard Unterthurner
Jaufenstraße 65
39010 Riffian

Oberleutnant Stefan Gufler
Hohlgasse 65
39010 Riffian