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Wir Schützen legen ein klares Bekenntnis zur Heimat Tirol ab, bewahren Tradition und Brauchtum. Wir stellen uns den Auseinandersetzungen unserer Zeit, ohne zu vergessen was uns die Geschichte gelehrt hat. Wir sind das politische Gewissen des Landes, welches überparteilich die Interessen der deutschen und ladinischen Volksgruppe vertritt.

Dicke Kameradschaft mit Gleichgesinnten in ganz Tirol. Hier, wo sich Alt und Jung, Mann und Frau ohne Unterschied des gesellschaftlichen Standes mit einem freundschaftlichen "Du" ansprechen, findet jeder seinen Platz und seine Aufgabe. Es spielt dabei keine große Rolle, ob man als Schütze unter Gewehr ausrückt oder als Marketenderin neben dem Hauptmann in der ersten Reihe steht. Allen gemeinsam sind die Ziele, die Freude an der Traditionspflege und die Bereitschaft, sich für die Heimat einzusetzen.

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Frontbegehung in den Sextner Dolomiten

Kategorie: Bezirk Burggrafenamt/Passeier, Kompanien

Von: Bezirk Burggrafenamt/Passeier
Freitag, 06. August 2010

Lana/Sexten - Am 24. und 25. Juli 2010 fand die zweitägige Frontbegehung in den Sextner Dolomiten für Mitglieder der Schützenkompanie "Franz Höfler" Lana statt.

Am Samstag früh morgens fuhren die Teilnehmer zum Eingang des Innerfeldtales kurz vor Sexten, von wo es dann mit dem Lienenbus zum Dolomitenhof ging. Bergführer Wilfried aus Sillian, der die Gruppe an den zwei Tagen begleitete, zeigte gleich die Abbruchstelle von der Einserspitze, wo es im Oktober 2007 einen großen Felssturz gab. Er nannte auch die Berge, die die sogenannte "Sextner Sonnenuhr" bilden.

Nach dem Aufstieg zur Zsigmondyhütte gab es eine Stärkung und den ersten Ausblick auf den beeindruckenden Berggipfel. Dann ging es weiter zum eigentlichen Quartier für den Abend, zur Büllelejochhütte am gleichnamigen Büllelejoch. Zuvor gab es noch einen kleinen Abstecher zu den ital. Frontlinien und zu den ersten Kavernen. Am Sandljoch wurde der erste schmale Frontweg überquert, mit steil abfallendem Abgrund darunter.

Gestärkt nach der Mittagspause war der Nachmittag zur freien Verfügung, einige gingen den Klettersteig zum Paternkofel, andere bestiegen die nahe Oberbachernspitze. Die am späten Nachmittag leicht einsetzende Schneewehe brachte eindrucksvoll vor Augen, was Unmögliches hier von den Soldaten in diesem Stellungskrieg abverlangt wurde. Häufig traf man noch auf Überreste aus dem ersten Weltkrieg. Am Abend saß die Gruppe auf der Hütte gemütlich zusammen und man ließ Erlebtes vom Tag noch einmal Revue passieren.

Am Sonntag brachen die Ersten um 5:30 Uhr auf, um den Sonnenaufgang auf der Oberbachernspitze mitzuerleben, und sie wurden nicht enttäuscht. Es war ein einmaliges Erlebnis in dieser Naturkulisse das wechselnde Farbenspiel mitzuerleben.

Nach dem Frühstück und dem Abschied von den Hüttenwirten ging es über den leichteren Wanderweg zum Paternkofel. Von hier aus erfolgte der Einstieg in den Tunnel, der von ital. Soldaten unter dem Paternkofel angelegt wurde und zur Dreizinnenhütte führt. 400m vom Tunnel sind noch erhalten, 200m wurden beim Rückzug der ital. Truppen gesprengt. Von den kleinen Zwischenausgängen hatte man einen guten Ausblick zu den berühmten Drei Zinnen.

Bei der Dreizinnenhütte wartete Günther Tschurtschentaler vom Naturpark Toblach, der Begleiter für den Sonntag. Er fing mit einer Einführung zum ersten Weltkrieg und der damaligen Situation rund um Sexten seine Führung an. Nun ging es über die Frontlinie entlang des Sextnerstein und dem Toblinger Knoten. Günther konnte zu jedem Meter, der zurückgelegt wurde, Begebenheiten und Kriegsgeschehnisse von diesem Teil der Front berichten. Vom Toblinger Knoten, der von den Standschützen besetzt war, ging es zum Einstieg des Klettersteiges. Alle blickten ungläubig nach oben, denn man konnte sich nicht vorstellen, dass auf diesen ausgesetzten Felswänden Holzvorbauten errichtet waren und Menschen hier einen ganzen Winter überlebten. Im Winter 1916/17 fielen bis zu 12m Schnee. Weiter ging es entlang noch gut erhaltener Frontstellungen der K.u.K Armee zum Gwengalpenjoch, wo dann die gut ausgebaute "Hptm. Demian-Stellung" folgte.

Auch die Flora der Dolomiten und deren Gesteinsmerkmale erklärte Günther Tschurtschentaler ausführlich. Unter anderem fand man auch das Edelweiß, das in den Dolomiten deutlich kleiner wächst als in den Stubaier oder Ötztaler Alpen, dort es aber seltener zu finden ist. Ein weiter Anstieg brachte die Teilnehmer zur Maschinengewehrstellung, zur "Kuppe West", die sogenannte "Kawzra"-Stellung. Diese war gut ausgebaut und in den Kavernen gab es noch alte Holzwände. Hier wurde eine Mittagspause eingelegt und der Bergführer berichtete über die Bergspitzen rundherum, über den Monte Piano, den Monte Cristallo, und wo welche Stellungen waren.

Jetzt stand noch der lange Abstieg ins Innerfeldtal bevor. Bei der Dreischusterhütte angekommen, gab es noch einen Blick in diese einzigartige Bergwelt. Nach einer kurzen Erfrischung ging es mit dem Bus zum Parkplatz. Zufrieden und voll gepackt mit den Eindrücken dieser zwei Tage kehrte die Gruppe nach Lana zurück. Alle hatten einen einmaligen Einblick in diese Zeit der Geschichte unseres Landes erhalten, den man so bei einem Vortrag nicht vermitteln könnte.

Abschließend gilt ein großes "Vergelt's Gott" den Begleitern Wilfried und Günther, die sich sehr bemüht und diese zwei Tage maßgeblich mitgestaltet haben.

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